Trauma-Arbeit

Trauma-Arbeit

Fünf Seminarmodule, wobei Modul I-III nur gemeinsam gebucht werden können

Trauma Arbeit, Modul I: Grundhaltung, Erstkontakt

Inhalte des Seminars:
• Grundlagen zu Gewalterfahrungen und Traumatisierung
• Motivation zur Arbeit im Gewaltbereich
• Reflexion der Berufsbiografie in der Arbeit mit Traumatisierten
• Gestaltung des Erstkontakts, Gesprächstechniken, notwendige Informationen an die Klientin
bzw. Gruppe
• Herstellen von Sicherheit als Arbeitsgrundlage
• Auftragsklärung

Referentin:    Polina Hilsenbeck, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin:           Freitag 13.10.2017 von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag 14.10.2017 von 09:00 – 15:00 Uhr
Ort:                   FTZ München, Güllstraße 3
Kosten:           250 Euro

 

Trauma Arbeit, Modul II: Ressourcen- und Störungsdiagnostik, Methoden zur Stabilisierung

Inhalte des Seminars:
• Biopsychologische Zusammenhänge
• Sozialpsychologische, politische, gesellschaftliche, frauenspezifische Zusammenhänge
• Umgang mit Zieldiskrepanzen zwischen Klientinnen, Mitarbeiterinnen, Angehörigen und
Einrichtung
• Prioritätensetzung, unter Beru?cksichtigung der Einrichtung und Zielgruppe
• Ressourcen- und Störungsdiagnostik, Einschätzen von Bewältigungsmustern
• Interaktion von unterschiedlichen Traumatisierungsarten
• Phasenorientiertes Arbeiten: Phase I, Stabilisierung
• Methoden zur Stabilisierung und zum Ressourcenaufbau, Stabilisierung im Betreuungsalltag,
Handlungsorientierung

Referentin:    Polina Hilsenbeck, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin:           Freitag 01.12.2017 von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag 02.12.2017 von 09:00 – 15:00 Uhr
Ort:                   FTZ München, Güllstraße 3
Kosten:           250,- Euro

 

Trauma Arbeit, Modul III: Motivierung, Handlungsplanung, Methoden

Inhalte des Seminars:
• Motivierung, Commitment der Klientin erreichen, Ambivalenzen, Blockaden
• Hilfeplanung (Gesamtplan, Jugendhilfe, Behandlungsplanung) und Handlungsplanung
• Differenzierung nach Störungsbildern
• Differenzierung im Vorgehen nach Lebenssituation der Klientin und Setting
• Differenzierung im Vorgehen nach Kriterien der Arbeitssituation
• Methoden mit Differenzierung in der Anwendung, Übungen
• Täterkontakte, Re-Inszenierung, “Traumasucht”?
• Umgang mit Resonanzen und Gegenu?bertragung

Referentin:    Polina Hilsenbeck, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin:           Freitag 26.01.2018 von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag 27.01.2018 von 09:00 – 15:00 Uhr
Ort:                   FTZ München, Güllstraße 3
Kosten:           250 Euro

 

Trauma Arbeit, Modul IV: Im Gleichgewicht bleiben – Selbstfürsorge für Frauen in sozialen Berufen.
Auch als Einzelseminar buchbar.

Das Seminar vermittelt neben einem theoretischen Rahmen vor allem konkrete Anregungen und Strategien, das
„ABC“ professioneller Selbstfürsorge im eigenen Arbeitsalltag zu integrieren und zu praktizieren: Persönlich,
im Team und in der Institution.

Ziele:
• Berufsbiografie und berufliche Identität, Haltung und Motivation in der Rolle als professionelle Helferin
• Erkennen von spezifischen beruflichen Belastungen
• Identifizierung von persönlichen Regenerationsmöglichkeiten und Kraftquellen
• Entwicklung von Selbstfürsorgestrategien für den eigenen Arbeitskontext

Referentin:  Simone Eiche, Dipl. Psychologin
Termin:         Freitag 09.03.2018 von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag 10. März 2018 von 09:00 – 15:00 Uhr
Ort:                  FTZ München, Güllstraße 3
Kosten:          250 Euro

 

Trauma Arbeit, Modul V: Projektreflexion, Supervision, Methoden
Nur für Teilnehmerinnen, die Modul 1-3 schon besucht haben

Inhalte des Seminars:
• Auswertung des Lernprozesses
• Präsentation und Reflexion der Projekte. Das Phasenmodell der Traumatherapie in der
Umsetzung
• Fallarbeit, Stabilisierung des Gelernten
• Methoden: Anwendung kreativer Medien
• Weiterer Transfer
• Zielfindung, berufliche Orientierung der Teilnehmerinnen

Referentin:  Polina Hilsenbeck, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Termin:         Der Termin steht für 2018 noch nicht fest.

 

Anmeldung für die Seminare:
Sabine Conrad
sabine.conrad@ftz-muenchen.de, Tel. 089 747370-37, Fax: 089 747370-39.
Hier ist das Anmeldeformular, das Sie uns ausgefüllt mailen oder faxen können.

 

Was ist das Besondere an dieser Trauma-Fortbildung?

Als eine der Ersten im deutschsprachigen Raum hat die Referentin Polina Hilsenbeck, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, ein spezifisches Angebot für alle Berufsgruppen im psychosozialen und sozialpsychiatrischen Bereich entwickelt, die mit Traumatisierten arbeiten. Mit Gerhilt Haak, einer Psychotherapeutin und Ergotherapeutin, mit Arbeitsschwerpunkt Traumaverarbeitung, hat sie dieses Konzept weiterentwickelt. Dabei sind der Fokus auf die Situation der Frauen und Kinder, Parteilichkeit und Solidarität, der gesellschaftliche und politische Hintergrund, Genderdifferenzierung sowie ein systemischer Blick ebenso selbstverständlich wie interkulturelle Differenzierung, konsequente Ressourcenorientierung und Integration der spirituellen Dimension.

In den Seminaren werden nicht nur Informationen aus der Traumaforschung und Methoden aus der Psychotherapie vermittelt. Vielmehr wird eine Anpassung an den Kontext von Beratung, Pflege, Wohnen und Betreuung und die unterschiedliche Vorbildung der Teilnehmenden geleistet. Und zwar methodisch und didaktisch, durch Gestaltung des Settings und differenzierte Fallbearbeitung. Besondere Wertschätzung erfahren auch die ganz eigenen Potenziale von Betreuung, Beschäftigung und Sozialarbeit zur Stabilisierung von Traumatisierten. Die institutionellen Dimensionen sowie die Kooperation der Hilfesysteme werden immer einbezogen.

Gerade die Verschiedenheit wird damit zur Ressource der fachlichen Entwicklung. Störungs- und kontextspezifischer Einsatz von Methoden, Ichstrukturaufbau, Nutzung verschiedener diagnostischer Systeme, methodische Vielfalt, unmittelbare Praxisorientierung, praktisches Üben und Handlungskompetenz zeichnen dieses Modul-Konzept aus. Übertragung, Resonanzen und Gegenübertragung werden verstehbar gemacht und ein fachlicher Umgang damit vermittelt. Systematisch werden Theorie und Demonstration, Handlungsplanung und Üben, Reflektion und Praxistransfer verbunden. Das strukturierte und gleichzeitig prozesshafte Vorgehen der Referentin, ein Lernen in Wertschätzung, ist Modell für den Transfer in die Praxis der Teilnehmenden und ermöglicht ihnen, das Eigene und individuelle Stile zu erweitern.

Schließlich wird in dem Modul IV, “Im Gleichgewicht bleiben – Selbstfürsorge für Frauen in sozialen Berufen”, auch das Berufsrisiko Thema, denn um die Arbeit im Gewaltbereich und mit schwer Traumatisierten dauerhaft leisten zu können, bedarf es Strategien der Selbstfürsorge und Selbstheilung. Wesentliche Ergebnisse sind: die Arbeit mit Achtsamkeit, die Entwicklung einer nachhaltigen Verbindung zu sich selbst und die Entwicklung von individuellen Gewohnheiten der Psychohygiene.

Berufliche Netze werden explizit gefördert. Durch die Teilnahme von Frauen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern entstehen notwendige Brücken und Austausch zwischen den Hilfesystemen. Neben der fachlich-beruflichen ermöglichen die Seminare auch die persönlich-berufliche Weiterentwicklung.

Ziele der fünf Module:
• Kenntnis sozialpsychiatrischer und geschlechtsspezifischer Grundlagen von psychischen
Erkrankungen nach unterschiedlichen Traumatisierungen
• Handlungswissen: Traumasensible Beratung, Behandlung und Betreuung, differenzierte
Anwendung stabilisierender Methoden
• Kultursensible Trauma-Arbeit