Das Leitbild

FrauenTherapieZentrum –FTZ München e.V.
FrauenTherapieZentrum –FTZ gemeinnützige GmbH

“Im Widerspiegel des Unmöglichen mit dem
Möglichen
erweitern wir unsere Möglichkeiten…“. Ingeborg Bachmann

Der Trägerverein FrauenTherapieZentrum – FTZ München e.V., wie auch seine Tochtergesellschaft FrauenTherapieZentrum – FTZ gemeinnützige GmbH, sind gemeinnützige Organisationen und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. Der Trägerverein und die Tochtergesellschaft sind konfessionell und parteipolitisch unabhängig und unterhalten Einrichtungen für Frauen. Beide finanzieren sich über öffentliche Zuschüsse, Entgelte, Stiftungs-, Bußgelder und Spenden. Darüber hinaus erwirtschaftet die Tochtergesellschaft Einnahmen über Einzelfallabrechnungen und medizinische Dienstleistungen.

Aus der Tradition der autonomen Frauenbewegung kommend verstehen sich der Verein und die Tochtergesellschaft als Garant für die Wahrung und Fortschreibung feministischer Werte und Grundhaltungen in der Gesellschaft. Dies gilt insbesondere für die psychosoziale Arbeit. Mit dem Namen FrauenTherapieZentrum München verbindet sich Qualität, Vielfalt, Beständigkeit und Innovation.

Im Verein und in der gemeinnützigen GmbH arbeiten ausschließlich Frauen für die psychosoziale Beratung, Betreuung und Behandlung von Frauen. Der Verein und die Tochtergesellschaft unterhalten bis jetzt elf Einrichtungen:

  • FTZ – FrauenTherapieZentrum 1
    Psychosoziale/Psychoonkologische Beratung
  • FTZ – FrauenTherapieZentrum 2
    Suchtberatung
  • FTZ – FrauenTherapieZentrum 3
    Psychiatrische Beratung
  • FTZ – FrauenTherapieZentrum 4
    violenTia, Beratung für Frauen, die in Partnerschaften Gewalt anwenden
  • FTZ – VielFalten, Fachbereich für Gerontopsychiatrie
  • FTZ – EigenSinn, Tagesstätte
  •  FTZ – Praxis für Ergotherapie
  • FTZ – Betreutes Einzelwohnen
  • FTZ – Therapeutische Wohngemeinschaften
  • FTZ – PilzWerkstatt, Tagesstrukturierende Maßnahme
  • FTZ -  Fortbildung, Seminare und Supervision

In ihrer Gesamtheit bieten diese Einrichtungen ein frauengerechtes Versorgungsnetz von Beratung, Betreuung, Behandlung, Wohnen, Therapie, Selbsthilfe. Unsere Angebote richten sich an

* Frauen, die an ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung arbeiten wollen
* Frauen mit psychosozialen Problemstellungen
* Frauen mit psychosomatischen Problemen
* Frauen in Krisen
* Frauen mit Krebserkrankungen
* Frauen mit Psychiatrieerfahrung
* Frauen mit suchtbezogenen Problemstellungen (Alkohol, Medikamente, Essstörungen).

Wir arbeiten auf der Grundlage von integrativ ganzheitlichen Konzepten und Methoden, die Frauen in ihrer Einheit von Körper, Geist und Psyche ansprechen. In unserer Arbeit berücksichtigen wir auch die Individualität der Frauen, die Wahl ihrer Lebensform, ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft, ihre sozioökonomische Lebenssituation und ihre kulturelle Herkunft. Wir unterstützen die Selbstbestimmung von Frauen, fördern ihre Eigeninitiative und achten auf das Ineinandergreifen von professioneller Hilfe und Selbsthilfe.

Die Mitarbeiterinnen mit ihren fachlichen Qualifikationen, ihrer Genderkompetenz, ihrem Engagement, ihren persönlichen Interessen sowie der fachlich-kollegiale Diskurs untereinander werden als wichtige Ressourcen der Organisation betrachtet. Die Mitarbeiterinnen in Leitungsfunktionen haben sich als Grundlage ihrer Arbeit verpflichtende Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit gegeben, die allen Mitarbeiterinnen transparent sind. Auf allen Ebenen und in allen Einrichtungen wird Qualitätsmanagement praktiziert.

Der Verein und die Tochtergesellschaft übernehmen Verantwortung aus der Modellfunktion für die frauenspezifische Arbeit in Frauen- und gemischtgeschlechtlichen Einrichtungen. Wir arbeiten an der Entwicklung und Fortschreibung frauenspezifischer, kultursensibler Konzepte und Methoden und setzen fachspezifisch qualitative Standards. Zu fachlichen Themen übernehmen wir die Fortbildung und Supervision von MultiplikatorInnen.

Eine wichtige Aufgabe sehen wir auch darin, die Kooperation von Trägern und Einrichtungen zu initiieren und an deren regionaler und überregionaler Vernetzung zur Förderung einer frauengerechten Versorgungsstruktur zu arbeiten.

Auf gesellschaftspolitischer Ebene nehmen der Verein und die gemeinnützige GmbH politisch Einfluss, indem sie gesellschaftliche Missstände in der Lebens- und Arbeitssituation von Frauen, in ihrer psychosozialen und gesundheitlichen Versorgung sowie ihren Erwerbschancen aufzeigen.

Unsere Vision ist, die wirtschaftliche Kraft und den fachlichen Einfluss des Trägervereins mit allen seinen Einrichtungen weiterhin zu vergrößern und damit auch eine Basis zu erhalten, um neben der fachlichen Arbeit verstärkt unsere ideellen und gesellschafts-politischen Ziele zu verfolgen. Wir wollen, dass

* die feministische Analyse der Lebensrealität von Frauen in Politik und Fachwelt Anerkennung findet;
* die Ergebnisse dieser Analyse in Gesellschaft und Politik Konsequenzen haben, u. a. in der Bereitstellung von finanziellen Mitteln zum gesellschaftspolitischen und psychosozialen Handeln von Frauen für Frauen;
* der geschlechtsspezifische Arbeitsansatz eine politische und fachliche Selbstverständlichkeit wird.

„Was aber möglich ist, in der Tat, ist Veränderung. Und die verändernde Wirkung, die von neuen Werken ausgeht, erzieht uns zu neuer Wahrnehmung, neuem Gefühl, neuem Bewusstsein.“

Ingeborg Bachmann

 

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