Gelingende Beratungsprozesse

Gelingende Beratungsprozesse

“Kontakt findet an der Grenze statt” – ein gestalttheoretisches Konzept als Grundlage für gelingende Beratungsprozesse.

In der Gestalttheorie ist „Kontakt“ die Bezeichnung für einen Prozess des Austausches zwischen Organismus und Umwelt. Kontaktfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit, sich in Kontakt zu begeben und Kontaktgrenze bezeichnet die entsprechende Fähigkeit, sich gegenüber der Umwelt als selbständiger Organismus zu behaupten und die eigenen Bedürfnisse zur Geltung zu bringen.
Im psychosozialen Arbeitsfeld haben wir es in der Beratung von KlientInnen und deren sozialem Umfeld sowie im HelferInnensystem immer wieder mit der Herausforderung zu tun, die eigenen Grenzen zu wahren, die des Gegenübers anzuerkennen sowie mit Grenzüberschreitungen in unterschiedliche Richtungen umzugehen. Viele KlientInnen bringen zudem eigene belastende Erfahrungen mit Grenzüberschreitungen in den Beratungskontext und die Beziehungsgestaltung zu professionellen HelferInnen ein.
Die eigenen Grenzen und die der anderen Beteiligten auszuloten, mit Grenzüberschreitungen einhergehende Konflikte und  emotionale Verstrickungen gut zu sortieren, sind eine wichtige Voraussetzung für authentischen und lebendigen Kontakt, und dieser ist wiederum Grundlage für gelingende Beratungs- und therapeutische Prozesse.

Ziele:
– Eigene Grenzen wahrnehmen und reflektieren können
– Klarheit über die eigene Position in unterschiedlichen Kontexten gewinnen
– Möglichkeiten erarbeiten, um in grenzüberschreitenden Situationen handlungsfähig zu werden und/oder zu bleiben
– Fähigkeit schulen, Grenzen wiederherzustellen

Inhalte:
– „Kontakt findet an der Grenze statt“ – ein gestalttheoretisches Konzept
– Körperorientierte Übungen zu Wahrnehmung der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer
– Arbeiten im Spannungsfeld KlientIn – Angehörige – professionelle HelferInnen – AuftraggeberInnen
– Fallarbeit auf der Bühne – Neue Impulse in Rollenspielen
– Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Beratung einzelner KlientInnen
– Grenzen und Grenzüberschreitungen in Gruppen
– Arbeit im Spannungsfeld des HelferInnensystems: Zuständigkeiten, Auftragskonflikte und –klärungen
– Grenzen im Team und in der kollegialen Zusammenarbeit
– Gestalttherapeutische, systemische und körperorientierte Methoden und Übungen für die Arbeit
– mit den eigenen Grenzen
– für die Arbeit mit Klienten und Klientinnen
– zur Weitergabe als Strategien und Möglichkeit für die Klientinnen und Klienten

Referentinnen: Simone Eiche, Dipl. Psychologin & Chiara Zimmermann, Dipl. Psychologin
Termine:            27. und 28.10.2017
Ort:                     FTZ München, Güllstraße 3
Zeit:                    Freitag 10-18:00 Uhr, Samstag 09:00- 16:00 Uhr
Kosten:              250 Euro

Anmeldung für das Seminar:
Sabine Conrad
fortbildung@ftz-muenchen.de, Tel. 089 747370-37, Fax: 089 747370-39.
Hier ist das Anmeldeformular, das Sie uns ausgefüllt mailen oder faxen können.